
Ich bin 31 Jahre, habe eine Körper- und Sprachbehinderung (Spastikerin). Seit dem Jahr 2005 habe ich meine Ausbildung als Bürokraft beendet und seitdem konnte ich zwei Jahren keinen Arbeitsplatz finden.
Ich war schon sehr enttäuscht und depressiv und dachte, dass ich mit meiner Behinderung nie einen Job finde. Im Jahre 2007 bekam ich vom Job Center, die mit der Grone-Netzwerk Berlin gGmbH zusammen arbeiteten, eine Maßnahme für Menschen mit Behinderung. Das war ein Projekt mit dem Ziel Menschen mit Behinderung auf den ersten Arbeitsmarkt zu bringen und ging 11 Monate lang. Als ich mit dieser Maßnahme angefangen habe, habe ich wieder die Hoffnung bekommen, dass ich durch dieses Projekt eine Unterstützung bei der Arbeitssuche bekomme.
Nun es sind 11 Monate vergangen und ich hatte wieder nichts erreicht. Nach der Beendigung meiner Maßnahme, da wo ich wieder enttäuscht war und schon fast aufgegeben hatte, schrieb mir ganz plötzlich mein Projektleiter Herr Großgerge eine Email, dass ich doch ein Vorstellungsgespräch bei BUND für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V. habe. Ich konnte es nicht glauben, dass es doch noch geklappt hat und dass es Menschen gibt, wie Herrn Großgerge.
Er hat sich für mich eingesetzt, obwohl meine Maßnahme schon vorbei war. Mein Vorstellungsgespräch bei dem BUND für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V. zu dem Herr Großgerge mich begleitet hat, ist sehr gut verlaufen und ich wurde erstmal für 6 Wochen zur Probezeit angestellt. Nach der Probezeit wurde mir ein Verlängerungsvertrag auf zwei Jahre angeboten, aber es gab Schwierigkeiten mit den Fördergeldern. Trotz allem, mit Hilfe von Herrn Großgerge wurde alles geklärt und ich habe meinen Arbeitsvertrag auf zwei Jahre unterschrieben bekommen.
Ich möchte mich an alle schwerbehinderte Menschen wenden, man soll bei der Arbeitssuche nicht aufgeben und die Hoffnung nicht verlieren. Wenn man ein Ziel hat, soll man dieses Ziel immer versuchen zu erreichen.
Berichtet von Alla Faerovich
Berlin, 03.08.2008