Maßnahme AZAV 962/22/17

In acht Phasen zum Arbeitsplatz

Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein-MAT

Zusammenfassung (<- hier ein Link, bei weiterführendem Interesse, vereinbaren Sie gerne einen Termin)

taktilum erarbeitet im Sinne des Inklusionsgedankens gemeinsam mit seinen Klienten die Teilhabe am ersten Arbeitsmarkt. Trotz der Zertifizierung der Maßnahme auf 12 Monate, hat taktilum keinen definierten Zeitrahmen für die Zusammenarbeit mit den Klienten. Die Kosten für die Maßnahme sind gedeckelt, sodass Arbeitsvermittler der Agentur für Arbeit und der JobCenter über die Vergabe der Maßnahme ohne Teamleitung entscheiden können.

Die Einzeltermine bei taktilum werden mit den Teilnehmern abgesprochen und können wenige Stunden in Anspruch nehmen, aber auch Wochen, Monate und Jahre. Insbesondere die Begleitung am Arbeitsplatz hat kein definiertes Ende, sodass Arbeitgeber und Klienten die Beratung von taktilum ohne Zeitlimit in Anspruch nehmen können.

taktilum hat sein Ziel erreicht, wenn die Klienten (zumindest überwiegend) konsequent und selbstbewusst in ihren gewonnen Kompetenzen regelmäßig und selbständig die Bewerbungsaktivitäten anwenden können und wollen. Hierzu ist ein Konzept entwickelt worden, dass sich an die individuellen Herausforderungen der Klienten anpassen lässt.

In 8 Phasen zum Arbeitsplatz

 

1. Einführungsphase

2. Strategiephase 

3. Präsentationsphase

4. Vorbereitung Bewerbungsphase

5. Umsetzung Bewerbungsphase

6. Einarbeitungsphase 

7. Begleitungsphase

8. Minderleistungsausgleich

Die Zusammenarbeit bedeutet konkret, dass taktilum seine Klienten bei der Aktivierung zur Erlangung eines belastungsgerechten sozialversicherungspflichtigen Voll- oder Teilzeitarbeitsplatzes professionell zur Seite steht und sie bei den Tätigkeiten unterstützt, für die Hilfebedarfe bestehen. Die Klienten erarbeiten große Teile in überschaubaren Aufgaben selbständig zuhause und sitzen keine (kostenpflichtigen) Stunden unnötig beim Träger herum. Gleich bei der Erstberatung klärt taktilum, dass der Klient von Situation zu Situation entscheidet, ob der Berater bildlich gesehen:

  • vor dem Klienten steht und für ihn in Aktion tritt (beispielsweise bei potentiellen Arbeitgebern anruft und für ihn spricht),
  • neben ihm steht (z.B. bei einem Vorstellungsgespräch begleitet und als Experte spricht)
  • oder im Hintergrund bleibt (das heißt, in den Vorbereitungsphasen zwar aktiv mit dem Klienten zusammenarbeitet, für den Arbeitgeber aber erst dann in Erscheinung tritt, wenn es konkreten Bedarf dafür gibt).


taktilum versteht darüber hinaus seine Aufgabe darin, seine Klienten nachhaltig zu beraten und zu coachen. Das Coaching umfasst den Zeitraum vom Erstgespräch bis zur Begleitung am Arbeitsplatz und erfolgt überwiegend aus einer Hand, von einer Ansprechperson.

Die Zusammenarbeit erfolgt in individuellen Einzelterminen, in denen bedarfsgerecht die Kompetenzen für den Bewerbungsprozess im ersten Arbeitsmarkt erarbeitet werden. Hierzu wird ein Handlungsplan entworfen, der die einzelnen Schritte nachvollziehbar macht und eine Übersicht der zukünftigen Schritte zulässt. Eine nachträgliche bedarfsgerechte Anpassung des Planes ist jederzeit in Absprache möglich.

Darüber hinaus nutzt taktilum bei der Erarbeitung besserer Bewerbungskompetenzen die Wirkung der Peergroup. Der überwiegende Teil der Klienten von taktilum nutzt die Teilnahme an einem fünftägigen Assessmentcenter (AC). Hier werden in einer Kleingruppe von 4-6 Personen Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Verbesserung der Bewerbungsstrategie erarbeitet. Ein wichtiger Effekt dieses AC ist das Feedback aus der Gruppe. Hier werden insbesondere die Fähigkeiten hervorgehoben und Chancen auf dem Arbeitsmarkt verstärkt. Gleichwohl werden von der Peergroup die Wunschvorstellungen des Einzelnen auf ihre realen Chancen hinterfragt und überprüft.

Sind alle Vorbereitungen für die Bewerbung (Phase 1 - 4) abgeschlossen, haben die Klienten die Möglichkeit sich bei der persönlichen Bewerbungstour von ihrem Coach begleiten zu lassen, um im Idealfall direkt vor Ort einen Termin für ein Vorstellungsgespräch zu bekommen. Der Klient entscheidet auch hier, ob der Coach beim Gespräch dabei ist oder für den Arbeitgeber nicht sichtbar wartet. Nach jedem Vorsprechen und der Abgabe des Bewerbungsflyers/Kurzprofils kann ein direktes Feedback gegeben werden und Verbesserungen der Strategie für das nächste Gespräch eingeflochten werden.

Nach Abschluss eines Arbeitsvertrages, trägt taktilum aufgrund seiner oder fremder Fachkompetenzen zur maximalen Kompensation der Beeinträchtigungen seiner Klienten bei und organisiert die Einrichtung des Arbeitsplatzes entsprechend der besonderen Bedarfe. Vor Aufnahme der Arbeit und begleitend dazu, berät taktilum innerhalb seiner Fachkompetenzen das direkte Arbeitsumfeld, also Kollegen und Vorgesetzte, um prophylaktisch zur Krisenintervention beizutragen und Konfliktpotentialen entgegenzuwirken, die in der Person des Klienten liegen. Das geschieht, in dem taktilum das Umfeld in die Besonderheiten der Klienten einweist. So sollte man beispielsweise beim Betreten und Verlassen eines Raumes, in dem ein blinder Mensch arbeitet, seine An- und Abwesenheit verbal ankündigen oder bei einer Person mit Hörschädigung darauf achten, nur im direkten Augenkontakt zu kommunizieren, damit das Lippenbild zum Ablesen der Worte sichtbar bleibt. Abgewandte Personen können die meisten Hörbeeinträchtigten nicht oder nur schwer verstehen.

Um nicht nur den beruflichen Rahmen zu fokussieren, bietet taktilum einmal monatlich ein sog. Peergroup-Treffen an. Das Treffen wird wie alle Termine reha-pädagogisch vorbereitet, begleitet und nachbereitet. Die Teilnahme ist freiwillig und dient dem zwanglosen Zusammensein. Bei den Treffen tauschen sich die Arbeitsuchenden untereinander aus. Manchmal kommen auch vermittelte Klienten und berichten von Ihren Erfahrungen bei der Vermittlung und im Job.

Stand 2018-02

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